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Forschungskonzept des Lehrstuhls

Der Lehrstuhl befasst sich mit dem Themenkomplex des Nachhaltigkeitsmanagements in und zwischen den drei Sektoren Markt, Staat und Zivilgesellschaft. Unter Markt fassen wir gewinnorientierte Unternehmen und generell über den Markt finanzierte Organisationen, als Staat verstehen wir öffentliche Institutionen und die Nonprofit-Organisationen bilden den zivilgesellschaftlichen Dritten Sektor. Wir verstehen dabei Nachhaltigkeit als eine ganzheitliche und langfristige Beachtung von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten, auch über den organisatorischen Rahmen einer Institution hinaus. Corporate Social Responsibility (CSR) sehen wir nicht als synonymen Begriff, sondern als ein Instrument zur Erreichung unternehmerischer Nachhaltigkeit. 

 

 

(C) Katharina Spraul

In unserer Forschung betrachten wir die oben genannten Sektoren und ihre Interaktionen sowohl aus einer institutionellen, als auch aus einer funktionalen Perspektive:


Institutionelle Perspektive

Aus institutioneller Sicht beschäftigen wir uns im Bereich Sustainable Collaboration mit den vielfältigen Kooperationsformen, die es zwischen den drei Sektoren geben kann, beispielsweise in Form von Corporate Community Involvement/Corporate Volunteering oder nachhaltigkeitsbezogenen Netzwerken. Hier erforschen wir insbesondere die Wirkungen, die solche Kollaborationen auf die Nachhaltigkeit einer Organisation oder eines Systems haben können.

Im Bereich Sustainable Regulation geht es darum, wie Akteure aus allen drei Sektoren nachhaltige Regulierung gestalten können, etwa durch neue Regulierungsformen, Netzwerkarbeit, Lobbyismus, oder Corporate Political Action. Typische Beispiele für aktuelle Regulierungsbereiche sind die Energieversorgung, Aspekte der Nahrungsmittelproduktion, eine nachhaltige Stadtentwicklung oder die Frauenquote in Unternehmen.


Funktionale Perspektive

Der funktionale Fokus lässt sich in drei weiteren Forschungsfeldern zusammenfassen, die Hauptsächlich den zweiten Sektor, also die Wirtschaftsunternehmen, betreffen. Dabei geht es um den Zusammenhang von unternehmerischen Nachhaltigkeitsstrategien (Strategy), nachhaltiger Wertschöpfung (Value Creation) und der Rechenschaft (Accountability) gegenüber Anspruchsgruppen (Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, usw., aber auch staatliche Akteure und Nonprofit-Organisationen). Hier legen wir besonderen Fokus darauf, wie diese Bereiche kombiniert werden sollten, um Nachhaltigkeit möglich ganzheitlich zu erreichen, zum Beispiel durch nachhaltigkeitsbezogene Wirkungsmessungen, integriertes Product Lifecycle Management, Stakeholder Management oder Integrated Reporting.


Methodischer Ansatz

Als wirtschaftswissenschaftlicher Lehrstuhl an einer Technischen Universität legen wir besonderen Wert auf intradisziplinäre Forschung, beispielsweise durch Kooperationen mit wissenschaftlichen Kollegen aus dem Inland und Ausland. Eine problemorientierte Vorgehensweise ist durch die Aktualität des Themas besonders in der Nachhaltigkeitsforschung essentiell. Wir folgen dabei einem theoretisch-fundierten Forschungsansatz. Um das Ideal einer Mixed-Methods-Forschung zu erreichen, kombinieren wir dabei quantitative mit qualitativen Methoden.